Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Minden

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Inhalt: Leitzentrale Minden

Die Aufgabe der Leitzentrale Minden ist die Wahrnehmung des Schleusenbetriebsdienstes.

Es werden dort folgende zwölf Schleusen aus den Amtsbereichen der Wasserstraßen- und Schifffahrtsämter Verden und Minden in einer Zentrale angeschlossen.

Dies sind:

die Mittelweserschleusen
- Petershagen
- Schlüsselburg
- Landesbergen
- Drakenburg
- Dörverden (2019)
- Langwedel.

die Mindener Schleusen mit
- der Weserschleuse Minden, dem sog. Nordabstieg vom Mittellandkanal zur Weser
- der Schachtschleuse Minden
- den Schleusen des Verbindungskanals Süd (Obere und Untere Schleuse Minden)

Die Schleuse Langwedel liegt ca. 120 km nördlich von Minden entfernt.

Die Schachtschleuse Minden wird nur noch genutzt, wenn die Weserschleuse Minden aufgrund von Störungen oder Wartungen nicht betriebsbereit ist.

Langfristig ist der Anschluss der Schleusen Hollage und Haste am Stichkanal Osnabrück (SKO) geplant.

Die Zuständigkeit der Bündelungsstelle Telematikdienste erstreckt sich auf die Verkehrslenkung an den Schleusen des SKO und, soweit erforderlich, auf die Schleusenkanäle der Mittelweserschleusen, auf die Wasserbewirtschaftung der mittleren und oberen Haltung des SKO sowie des Verbindungskanals Süd mit dem Industriehafen.

Übersicht über die Schleusen

Zurzeit sind in der Leitzentrale Minden die Schleusen

- Langwedel
- Drakenburg
- Landesbergen
- Schlüsselburg
- Petershagen
- Weserschleuse Minden
- Schachtschleuse Minden
- Obere Schleuse Minden
- Untere Schleuse Minden

angeschlossen.

In der Warte der Leitzentrale befinden sich fünf kreisförmig angeordnete Bedienplätze. Der fünfte Bedienplatz ist als Reservebedienplatz eingerichtet, falls einmal ein Bedienplatz ausfällt oder er kann später der möglichen Erweiterung dienen. Ein Schichtleiter kann von seinem Bedienplatz aus zwei Schleusen gleichzeitig bedienen, so dass später parallel in der Warte bis zu acht Schleusen gleichzeitig bedient werden können. In der Vergangenheit war jede Schleuse vor Ort in jeder Schicht mit einem Schichtleiter besetzt.

Das Bedienkonzept verzichtet auf eine starre Zuordnung der Schleusen auf die einzelnen Bedientische, sondern sieht vor, dass jede Schleuse von jedem Bedienplatz fern bedient werden kann. Durch dieses Konzept entstehen in Verbindung mit dem z. T. sehr unterschiedlichen Verkehrsaufkommen an den angeschlossenen Schleusen keine zusätzlichen Wartezeiten für die Schifffahrt.

Die benötigten Informationen für den Schleusenvorgang werden dem Schichtleiter computergestützt angeboten und die dazu benötigten qualitativ hochwertigen Bilder von den fern bedienten Schleusen per Videoüberwachungsanlage übermittelt. Die Videosignale müssen zunächst digitalisiert und dann komprimiert werden, um sie über das Netzwerk übertragen zu können.


Bedienplatz


Bediengrafik der Schleuse Petershagen - Bildschirmanzeige am Arbeitsplatz (klicken zum Vergrößern)

Die offizielle Inbetriebnahme der Leitzentrale (damals noch "Fernbedienzentrale Schleusen" - FBZ genannt) erfolgte am 5. Februar 2004 durch den Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, Herrn Dr. Manfred Stolpe, indem der Minister durch einen Knopfdruck die FBZ ihrer Bestimmung übergab. Der Minister hatte dabei die Gelegenheit, mit einem Binnenschiffer in Kontakt zu treten und den ersten Schleusenvorgang mit vorzunehmen.

Bundesverkehrsminister Dr. Manfred Stolpe im Funkkontakt mit einem Binnenschiffer bei der Inbetriebnahme der Leitzentrale